Das „Blower Door Messverfahren“ dient dazu die Luft- bzw. Winddichtheit der Gebäudehülle zu überprüfen.
Dabei wird in ein offenes Fenster oder Tür ein Rahmen eingebaut, der mit einer speziellen luftdichten Folie bespannt wird. In dieser Folie wird ein vollautomatischer Ventilator eingebaut, der den Differenzdruck zwischen Innen- und Außenraum aufbaut. Vorgeschrieben ist ein Differenzdruck von 50 Pascal, den der Ventilator halten muss. Dabei wird im Unterdruck- Mess- Verfahren die Luft von innen nach außen gefördert. Dies dient dazu um alle möglichen Luftundichtheiten zu finden und zu beheben.
Der daraus resultierende Luftvolumenstrom wird durch das gemessene Innenvolumen geteilt, daraus entsteht der gültige und vergleichbare n50 – Wert. Die sogenannte Luftwechselrate!
Dieser Wert gibt an, wie oft bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal das gesamte Gebäudevolumen pro Stunde durch Leckagen ausgetauscht wird.
Beispiel: Ein n50 – Wert von 2 bedeutet, dass das Raumvolumen 2 mal in der Stunde mit der Außenluft getauscht wird. Dies kann zu
führen!
Um nicht im Nachhinein große Enttäuschungen bei Neubauten oder Sanierungen zu erleben, sollten üblicherweise 2 Messungen durchgeführt werden!
Messung Verfahren B:
dient zur ersten Visualisierung der Leckagen und wird bei Fertigstellung der ersten Ebene der Luftdichtheit ausgeführt (erstverputzte Innenschicht). Somit kann man viele übersehene Leckagen einfach und ohne größeren Aufwand beheben.
Messung Verfahren A:
endgültiges Messverfahren im Nutzungszustand des Gebäudes.
Hierbei wohnen die Hausherren schon ein halbes bis ein Jahr im Gebäude.
Dient zur Zertifizierung der Luftdichtheit des Gebäudes, da durch Spannung und Dehnung der Gebäudehülle fast alle möglichen zukünftigen Leckagen bereits auftreten. Nachbesserungen oder Leckagenbehebungen sind meist mit sehr hohem Aufwand und Kosten verbunden.
Zur Ortung der Leckagen werden Luftvolumenstrommesser, Räucherstäbchen und Thermographieaufnahmen verwendet.
Durch thermographische Aufnahmen können Großteils alle Leckagen festgestellt werden, da Diese meist nur mehr durch minimale Temperaturdifferenzen festzustellen sind. Zudem kann durch diese Aufnahmen die Bauqualität festgestellt werden!
Viele gut gedachte Ausführungen wurden in den letzten Jahren den Bauträgern zum Verhängnis, da einem Vielfachen der Handwerker noch die Erfahrung oder der Bezug zur Luftdichtheit fehlt. Auch die vorgeschriebenen Werte der Klimahausagentur sind nicht außer Acht zu lassen, da ein n50 Wert von 1 für Klimahaus A oder 0,6 für Klimahaus Gold ohne Baubegleitung oder ohne nötige Erfahrung sehr schwer zu erreichen sind.
Jahrelange Erfahrung unserer zertifizierten Prüfer begleiten Sie gerne während ihrer Bauzeit, für eine garantierte Luftdichtheit!